Covergel ist ein lichthärtender Kunststoff, der speziell dafür entwickelt wurde, optische Makel auf dem Naturnagel zu kaschieren. Während ein klares Aufbaugel Unregelmäßigkeiten sichtbar lässt, deckt Covergel Verfärbungen (z. B. durch Nikotin) oder natürliche Wachstumsrillen zuverlässig ab.
Wichtiger Hinweis: Bei starken Verfärbungen sollte stets geprüft werden, ob eine Nagelunterkrankung vorliegt, um die Kundin im Zweifelsfall an einen Facharzt zu verweisen.
Einsatzbereiche und Technik:
- Optische Nagelbettverlängerung: Covergel wird häufig genutzt, um das Nagelbett optisch zu strecken. Hierzu wird der Nagel zunächst über eine Schablone verlängert und das Gel anschließend so aufgetragen, dass ein harmonischer Übergang entsteht – ideal für extreme Formen wie Stilettos.
- Farbvielfalt: Um ein natürliches Ergebnis zu erzielen, gibt es diese Gele in zahlreichen Hautnuancen. So lässt sich der Farbton perfekt auf den jeweiligen Hauttyp abstimmen.
- Viskosität: Für die Schablonentechnik empfehlen sich standfeste, mittelviskose Konsistenzen, die nicht in die Ränder laufen.
- Verträglichkeit: Für sensible Personen stehen sowohl säurehaltige als auch säurefreie Varianten zur Verfügung, je nach Haftungseigenschaft des Naturnagels und Allergiepotenzial.
Wie trage ich Covergel richtig auf?
Für einen gleichmäßigen Auftrag empfiehlt sich ein hochwertiger Gel-Pinsel (z. B. Größe 4) oder ein spezieller Fullcover-Pinsel.

- Vorbereitung: Den Nagel wie gewohnt vorbereiten (Nagelhaut entfernen, kürzen, sanft mattieren).
- Haftung: Bei Bedarf einen Haftvermittler (Primer) auftragen.
- Modellage: * Bei Ein-Phasen-Systemen kann das Covergel direkt für den Aufbau genutzt werden.
- Alternativ wird zuerst ein Grundiergel gehärtet und anschließend mit dem Covergel der Aufbau modelliert.
- Für maximale Stabilität (z. B. bei Überlängen) kann das Covergel auch zwischen Grundierung und der abschließenden Versiegelung eingearbeitet werden.
Vorteile von Acrylgel als Cover-Variante
Acrylgel (auch Polygel genannt) kombiniert die positiven Eigenschaften von Acryl und Gel: Es ist extrem stabil und dennoch flexibel.
- Anwendung: Das Material wird mit einem Metallspatel entnommen und auf den Nagel gesetzt. Der Pinsel muss während der Verarbeitung stets mit einer speziellen Modellierflüssigkeit (Cleaner) befeuchtet sein, damit das Material nicht an den Borsten klebt.
- Pinchen: Aufgrund seiner hohen Standfestigkeit ist Acrylgel ideal zum „Pinchen“ geeignet. Dabei wird der Nagel während des Aushärtens mit einer Klemme in eine ausgeprägte C-Kurve geformt, was für zusätzliche Stabilität und eine schmalere Optik sorgt.
- Eigenschaften: Es ist nahezu geruchlos, meist säurefrei und lässt sich nach dem Aushärten sehr leicht in Form feilen.
Hochwertige Pinsel für präzise Ergebnisse
Ein professionelles Nageldesign steht und fällt mit dem Werkzeug. Hochwertige Pinsel aus Echthaar (z. B. Rotmarder) bieten nicht nur eine hohe Langlebigkeit, sondern ermöglichen auch eine exakte Applikation.
- French-Pinsel: Diese verfügen oft über eine abgeschrägte Pinselspitze. Damit lässt sich die „Smile-Line“ bei French Nails präzise ziehen. Auch für den flächigen Auftrag von Farbgelen bis nah an den Nagelrand ist diese Form ideal.
- Studioqualität: Pinsel, die gut in der Hand liegen, erleichtern die Kontrolle über das Material und verhindern Schlierenbildung.
Was sind Stiletto-Nails?
Ihren Namen verdanken diese Nägel dem klassischen Pfennigabsatz (Stiletto). Die Form ist extrem lang und spitz zulaufend.
- Effekt: Stilettos lassen die Finger optisch deutlich länger und schmaler wirken. Sie sind daher besonders vorteilhaft für Personen mit eher kurzen Fingern oder breiteren Nagelplatten.
- Styling: Diese Form bietet viel Platz für kreatives Design und gilt als Inbegriff einer extravaganten und femininen Maniküre. Aufgrund der Länge ist hier ein korrekter statischer Aufbau (Apex) zwingend erforderlich.

